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Eine Strafe Gottes?


Bild von Gerd Altmann auf Pixabay


Die Corona-Krise als Strafe Gottes zu deuten ist hierzulande ein marginales Phänomen geblieben. Nur Religionsvertreter einiger Freikirchen, erkennbar nicht mehr ganz zurechnungsfähige katholische Bischöfe oder stärker fundamentalistische Strömungen des Islam haben hier einen Zusammenhang zwischen Tun und Ergehen behauptet. Interessant ist aber, dass kirchlich nicht gebundene Menschen den Religionsvertretern eine solche Deutung durchaus zutrauen. Und so falsch liegen sie nicht. Schon die Bibel ist voll von Erzählungen, die Naturkatastrophen oder anderes Unglück als Eingriff Gottes in die Geschichte deuteten. Und auch innerhalb der christlichen Kirchen ist eine „aufgeklärte“ Deutung des Weltgeschehens ein relativ neues Phänomen. Noch vor wenigen Jahrzehnten war es gang und gäbe, Unglück als „Strafe Gottes“ zu verstehen.

Tatsächlich handelt es sich dabei um Versuche, das gegenwärtige Geschehen mit Gott in Verbindung zu bringen. Das entspricht dem grundlegenden Anspruch von „Re-ligion“ (übersetzt „Rück-Bindung“), die Wirklichkeit mit ihrem transzendenten Grund zu verknüpfen. Was bleibt aber übrig, wenn man ein aufgeklärtes Gottesbild hat und nicht mehr glaubt, dass Gott in dieser direkten Weise in unserer Welt handelt?


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